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Aktuelles Heft 02/10

Zeitschrift OBERBAYERN ERLEBEN: Ausgabe 02/10  

Weitere Informationen und Angebote finden Sie beim Tourismusverband München-Oberbayern e.V. unter:

www.oberbayern.de

Mehr Oberbayern erleben: Bücher, DVDs, Schnäppchen

Familiensommer in der Natur

Mit Kamelen oder Lamas das Mangfalltal erkunden, bei Benediktbeuern auf Tümpelsafari gehen, Adler beobachten im Nationalpark Berchtesgaden Text: Antoinette Schmelter de Escobar

Man muss nicht in exotische Gefilde reisen, um Abenteuer zu erleben! Tierfreunde und Hobbyforscher kommen überall in Oberbayern auf ihre Kosten – sei es für einen Tagesausflug oder für ganze Ferienwochen.

Schwimmbäder und Spielplätze stehen bei Kindern in der warmen Jahreszeit ganz hoch im Kurs. Heißbegehrte Anlaufstelle ist an schönen Tagen allerdings noch ein weiterer Ort im Münchner Süden: der Tierpark Hellabrunn. Im Streichelgehege Ziegen füttern, den Robben beim Herumtollen zuschauen, über den niedlichen Nachwuchs der Elefanten und Gorillas schmunzeln oder im Raubtierhaus Löwen und Jaguaren – nur durch eine Glasscheibe getrennt – ganz nah kommen: All das lockt Kleine und Große in den ersten Geo-Zoo der Welt, der auf einer Fläche von 36 Hektar in 15 Teile von Europa über Afrika bis Asien gegliedert ist und so in wenigen Stunden eine Reise rund um den Globus ermöglicht. Zwar steht der Spaß dabei im Vordergrund, doch soll die Wissensvermittlung nicht zu kurz kommen. Detaillierte Informationen über Arten und Kuriositäten liefern Tafeln an jedem Tiergehege – bei den winzigen Blattschneiderameisen, die geschäftig durch transparente Röhren wimmeln, ebenso wie bei den meterhohen Giraff en, die elegant Blätter von Bäumen zupfen.

Natur direkt
Will man noch mehr über die Vielfalt des Lebens erfahren, so hat man im Münchner Museum „Mensch und Natur“ in Nymphenburg Gelegenheit dazu. Mit interaktiver Technik lassen sich die Naturphänomene unserer Erde auf faszinierende Weise nachvollziehen. Oder man bucht im benachbarten Botanischen Garten eine Führung bei Gertraud Beck. Von Haus aus Diplom-Biologin, hat sich die zweifache Mutter zusätzlich als Umweltpädagogin ausbilden lassen, um „schwierige Sachverhalte einfach und anschaulich erklären zu können“. Wenn sie mit Gruppen ab Kindergartenalter einen Frühlingsspaziergang über Wiesen voller Blausternchen macht oder mit ihnen im Sommer Seerosen „wie Monet“ malt, wird immer genau hingeschaut, angefasst und ausprobiert. „Kinder haben einen enormen Nachholbedarf, weil ihnen heutzutage Zeit und Freiraum für Naturerlebnisse fehlen“, meint sie. „Wer keine zehn einheimischen Pflanzen kennt, dem mangelt es auch an Verständnis für ökologische Zusammenhänge.“ Wichtig ist ihr das Bewusstmachen und Veranschaulichen, wenn sie Mädchen und Buben erklärt, dass z. B. eine einzige Eiche Lebensraum und Nahrung für 300 Tierarten bietet. Oder dass bestimmte Pflanzen sowohl zum Essen als auch zu Heil- und Zauberzwecken dienten. Solche und andere Naturgeheimnisse verrät sie auch in ihrem Buch „Unterwegs zu Specht, Fuchs & Co“. Sieben ausführliche Touren sind darin ausgearbeitet, die klarmachen, dass man „nicht nach Kenia fliegen muss, um Abenteuer zu erleben“.

Familiensommer in der Natur

      
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